Schiefer
Schiefer gehört zu den ältesten Bedachungsmaterialien überhaupt. Viele historisch eindrucksvolle Bauwerke – so wissen wir heute aus Funden und Ausgrabungen – wurden schon zu Römerzeiten mit Schiefer gedeckt.
Es ist ein durch und durch natürlicher Baustoff, entstanden aus Ablagerungen der Ur-Ozeane vor rund 400 Millionen Jahren, und lässt sich entlang einer Spaltbarkeitsebene leicht in dünne ebene Platten spalten.
Schieferdächer sind daher Naturdächer; es entweichen keine schädlichen Substanzen und sie sind widerstandsfähig gegen  sauren Regen und aggressive Luftschadstoffe.

Schiefer wird normalerweise als die bestän-digste Art der Dachdeckung angesehen, und bei richtiger Wahl und richtig eingebaut wird, kann er unter Umständen der dauerhafteste Teil des Gebäudes sein. Es gibt nachweislich bei besten Schiefern Standzeiten von 250 Jahren und mehr.

Bei bestimmten Schiefersorten kann der alte Schiefer sogar zum Teil bei Sanierungen wieder verwendet werden.

Gerade in der Langzeitbetrachtung, also im Verhältnis von Anschaffungskosten und Lebensdauer, ist Schiefer äußerst wirtschaftlich.
Dachflächen mit Rechteck-Doppeldeckung und
Kupferarbeiten mit LUVATA Nordic brown
 
Schiefer, früher eher als ein regionales Dachmaterial angesehen, hat seine traditionellen Regionen verlassen und erhält Nachfrage aus Regionen, in denen es bis dahin nicht üblich war.
Aber nicht nur ökologischen Aspekte machen den Schiefer besonders reizvoll, sondern vor allem seine Anpassungsfähigkeit.
Sowohl auf modernen Gebäuden als auch auf altehrwürdigen Gemäuern, wie Kirchen, Schlössern und Baudenkmälern bieten die Schieferdächer einen besonders ästhetischen Anblick. Kreative Gestaltungs-möglichkeiten bieten viel Freiraum für individuelle Lösungen.
Dieses Material kann man für fast alle geneigten Dächer verarbeiten. Dabei können auch Kehlen,  Anschlüsse und Ecken mit Schiefer ausgebildet werden, was das gesamte Dach harmonisch und aus „einem Guss“ erscheinen lässt.
Um dem Gebäude jeweils einen eigenen Charakter zu geben, kann der Bauherr zwischen unterschiedlichen Schiefereindeckungen wählen, wie z. B. der Altdeutschen Deckung, der Schuppendeckung, der Bogen-schnittdeckung, der Rechteckdoppeldeckung auch mit unterschiedlichen Steinformen, der Spitzwinkel-deckung oder der Wilden Deckung.
Hinsichtlich der Farbgestaltung bestehen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Aus unterschiedlichen Herkunftsländern, wie z.B. Deutschland, Wales, England, Spanien, Kanada, Amerika und Brasilien findet man Schieferplatten in den Farben Blaugrau, Grün, Purpur und Purpur-Grün geflammt.
Nicht zu vergessen die ausdrucksstarken Schieferornamente, mit denen man Dächer, Fassaden oder auch Schornsteine versehen und damit dem Gebäude den „eigenen Stempel“ aufsetzen kann.
Leider ruhen noch immer viele asbesthaltige Faserzementplatten auf Dächern und stellen eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar. Der Preisunterschied, Schiefer gegenüber asbestfreien Faserzementplatten, ist heute unerheblich, so dass die meisten Dächer mit dem Naturstein Schiefer saniert werden. Daher werden Fassaden, Gaupen, Giebel, Schornsteine und Attiken nachträglich im Sinne des Bautenschutzes oft mit Schiefer eingedeckt.
Die Kunstfertigkeit des Handwerks hat dem Schiefer schon vor Jahrhunderten Geltung verschafft. Das hat sich bis heute nicht geändert. Durch die persönliche Handschrift des Verarbeiters entsteht, trotz klarer Verlegevorschriften, jedes Mal ein kunstvolles Unikat. Viele Schieferplatten werden bei der Verarbeitung noch von Hand zugerichtet. Der Schieferdecker ist gestaltender Handwerker, der nach dem Ablauf der Lehrjahre noch lange Zeit zur Perfektion braucht. Schiefer ist ein Baustoff für Könner.
Daher ist es von Wichtigkeit, die Schieferdeckerarbeiten von einem dafür speziell ausgebildeten Fachmann ausführen zu lassen.

Tel.  +49 (0)40 - 39 92 28-0
© by D.H.W. Schultz & Sohn GmbH Weitere Unternehmensbereiche:   Feuerschutz  Blitzschutz
Eingetragen beim Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. unter der Registriernummer 010.049080